war mal wieder viel zu kurz. Wie immer.
Freitagabend habe ich Mini in den Kindergarten gebracht: dort durften die Schulanfänger zum Abschluß ihrer KiGa-Zeit eine Nacht gemeinsam mit ihren Erzieherinnen verbringen, die sich dafür ein sehr liebevolles Programm ausgedacht hatten. Zunächst gemeinsames Abendessen im Freien (Nudeln mit Tomatensauce durften mit den Fingern verzehrt werden - ähem....), davor und danach Spielen im Freien, dann durften sie bei Anbruch der Dunkelheit durch ein Teleskop die Sterne betrachten (eine Erzieherin hatte zwei Experten organisiert, die den Kindern etwas über den Sternenhimmel erklärt haben), anschließend Taschenlampenlichtern im Schlafsack bis x-ultimo.... Samstag war mein Sohn so übernächtigt und übellaunig, daß es kaum auszuhalten war.
Samstag war noch einmal Ausverkauf in dem Stofflädchen hier am Ort. Ich hatte angeboten zu helfen, denn an Helfern mangelte es stark und es herrschte ein ziemlicher Andrang. So war ich genötigt, doch hin und wieder Stoff abzumessen und zu schneiden - etwas, was ich zunächst mit großem Widerwillen tat (ich habe ja eh ein Problem damit, in Stoff hineinzuschneiden), was mit dann aber zunehmend leichter fiel. Es wird vielleicht nicht meine Lieblingstätigkeit werden, aber es wird helfen, bei zukünftigen Projekten beherzter zuzuschneiden *lach*.
Entgegen meiner festen Vorsätze habe ich noch zwei knuffige Ringeljerseys für Mini mitgenommen, über Sommer ist er aus fast allen Übergangsshirts rausgewachsen und braucht für die Schule einfach noch ein paar "Schüler"klamotten. Es war ausgesprochen schwer, nicht noch viiiiiiel mehr mitzunehmen (von allem vorzugsweise gleich den ganzen Ballen...).
Der Samstag war zwar sehr anstrengend (ich war von 10 bis 17 Uhr im Laden), aber ich habe für mich eine Menge gelernt. Nicht nur das furchtlose "in-den-Stoff-reinschneiden", sondern das "auf andere Menschen zugehen", daß durch meine Krankheit jetzt viele Monate (genauer gesagt: drei Jahre) lang nicht mehr stattgefunden hat. Ich habe mal wieder etwas Neues ausprobiert und festgestellt, daß ich in schwierigen Situationen ausgleichend wirken kann und nicht nur das Nervenbündel bin, für das ich mich meistens halte.
Sonntag habe ich dann versucht, meinen Haushalt auf Vordermann zu bringen (hoffnungslos!), indem ich Berge von Schmutzwäsche in Berge von Bügelwäsche verwandelt habe. Geflickt habe ich auch eine Hose und Minis Hemd ist jetzt - bis auf die zu vernähenden Fandenenden - fertig. Außerdem habe ich ein Kilo Mirabellen mit 900 g geputzten Feigen (aus eigenem Anbau) zu Fruchtaufstrich verarbeitet (sehr lecker!). Außerdem habe ich begonnen, die Koffer mit all den Sachen zu bepacken, die wir im Urlaub unbedingt brauchen und die schon sauber sind, die Geschenke und Mitbringsel ebenfalls, damit ich zwei Tage vor dem Abflug damit beginnen kann, die Koffer mithilfe der Waage wieder soweit auszuräumen, daß ich unter den erlaubten 15 bzw. 10 Kilo bleibe *seufz*.
Und schon war es wieder um, das Wochenende....