Freitag, 27. November 2009

ohne

  • Pullunder für Fröschle Junior ist fertig und wird auch seit zwei Tagen fleißig getragen. Bündchen einstricken habe ich mir gespart, ihm gefällt es so - spannen habe ich mir auch gespart, das war ein Fehler. Fotos folgen.
  • ein neues Paar Socken habe ich angeschlagen aus meiner Geburtstagswolle. Es sollten eigentlich "Toe-up-Socken" werden, aber ich habe für die ersten, ziemlich frickeligen Runden einfach keine Geduld aufgebracht, also werden sie herkömmlich gestrickt.
  • Einen Moebiusschal habe ich angeschlagen, aber wieder aufgeribbelt, mit einer 80er-Nadel ist das nicht zu machen. Jetzt versuche ich es mit einer 120er-Nadel, mal sehen, ob das funktioniert.
  • Die Trockner-Firma kommt hoffentlich Anfang nächster Woche, sie haben zwar versprochen, sich bis spätestens heute zu melden wegen eines Termines, aber gehört habe ich noch nichts von ihnen.
  • Morgen wollen wir nach KA, um endlich das Laminat fürs Kinderzimmer auszusuchen.
Und ich hab den November-Blues.....

Montag, 23. November 2009

Wochenendaktionen....

Glücklicherweise kann ich über den Zustand meiner Wohnung gerade nur Positives vermelden: ich leere zwar momentan noch zwei bis drei Mal am Tag den Behälter des Trockners, aber auch nach 10 Stunden ungestörten Trocknens ist der Behälter nur noch etwas über halbvoll. Das läßt auf ein baldiges Ende hoffen....

Deshalb haben wir den Sonntag für einen Ausflug genutzt. Im Wildpark Pforzheim (Link!) gibt es seit einiger Zeit ein Ottergehege mit drei jungen Ottern und die wollten wir sehen.

Die Anreise ist nicht schwierig, ab Stadtmitte Pforzheim ist der Wildpark ausgeschildert. Parkplätze sind ausreichend vorhanden und da der Eintritt frei ist, wird eine Parkgebühr von 4 EUR für drei Stunden Parken am WE verlangt. Angesichts der Angebotes ist das allerdings ein ausgesprochen moderater Preis.

Ziemlich nahe des Eingangs ist der Otter-Bereich:


Wir kamen leider zu spät zur Fütterung um 10 Uhr, die war gerade vorbei und die Otter verschwunden. Als wir aber nach einem ausgiebigen Bummel durch den Park zwei Stunden später wieder vorbei kamen, waren die niedlichen Kerlchen mit Spielen beschäftigt.
Sehr zutraulich und neugierig sind die flinken Gesellen. Füttern ist allerdings hier verboten.

Nicht so bei verschiedenen anderen Tieren, wie zum Beispiel den Wildschweinen, die bei allen Kinder besonderen Anklang finden (warum nur?). Das Futter kann gegen einen geringen Betrag dort erworben werden, woraus sich der Park - unter anderem - finanziert. Deshalb bitte nichts mitbringen, sondern lieber das Futter dort kaufen.

Die Fütterung erfolgt natürlich nicht aus der Hand, sondern durch die Röhre. Lustigerweise stecken die schlauen Schweine das Ende der Röhre in die Schnauze und lassen sich das Futter direkt ins Maul schlittern. Die daneben gefallenen Reste darf dann der Nachwuchs fressen.
Es gibt aber noch viel mehr zu sehen und zu füttern: Lamas, Ziegen, Hühner, diverse Dammwild-Sorten, Rinder, Schafe, etc. Auch Tiere, die nicht gefüttert werden dürfen, z. B. Elche, Luchse,

 in der Ruhe liegt die Kraft....

Schnell weg hier, die will mich fotografieren!

hier der dienstälteste Luchs von allen!
 Wildkatzen, Füchse,

 und noch vieles mehr. Besonders witzig ist der Waschbär, der sich gern ins Geäst verzieht, damit er seine Ruhe hat:



Nach fast drei Stunden Wind und Nieselregen sind wir dann zurück gefahren, obwohl wir noch gar nicht alle Tiere richtig angeschaut hatten. Zum Schluß fand noch die Fütterung der großen Raubtiere statt, wie man sieht hat es geschmeckt, denn alles ist übers ganze Gesicht verteilt....

Das werden wir wieder besuchen!

Freitag, 20. November 2009

Hurraaa, keine neuen Katastrophen!

Ich freue mich jetzt an kleinen Dingen: seit gestern nachmittag keine neuen Rückschläge, keine schlechten Nachrichten, dafür zwei Behälter voll Wasser, die aus dem Entfeuchter wanderten und ein verstricktes Knäuel Wolle am Pullunder fürs Kind.


Jetzt sind Rück- und Vorderteil ungefähr gleich lang, so daß ich nun abwechselnd an beiden weiterstricken kann. Still ruht allerdings momentan das Weihnachtsgeschenk für meine Mutter: da auch dieses gestrickt wird, kann ich nur daran arbeiten, wenn sie nicht

Hier noch ein Bild eines Geburtstagsgeschenkes: das Werk eines jungen, aber sehr begabten Künstlers, zeigt meinen Sohn, gemalt nach einem sehr guten Foto (der Künstler kennt ihn aber auch). Die Augen- und Wangenpartie ist ausgesprochen gelungen, in Natur sind die Lippen etwas voller, aber ich bin von dem Bild total begeistert! Momentan steht es bei meinen Eltern am Klavier, damit ich es abends auch sehen kann.

Das Bild ist übrigens deutlich besser als mein Foto *gg*!

Donnerstag, 19. November 2009

Fleissig....

Gestern abend und heute morgen war der Wassertank im Entfeuchter voll, jetzt liege ich schon bei geschätzten 40 bis 45 Litern Wasser, die nicht mehr in der Wohnung verteilt sind. Das hat etwas Positives, auch wenn man ansonsten nicht merkt bzw. sieht, daß sich am Durchfeuchtungsgrad Wesentliches getan hat. Also: geduldig bleiben (eines meiner Mantras...).

Gestern abend ist Pullunder meines Sohnes weitergewachsen. Mit einem Knäuel Wolle bin ich bis 21cm Länge (des Rückenteils) gekommen, so sind es bis zum Beginn des Armausschnittes noch 10 cm.


Und damit das Rückenteil kein Einzelstück bleibt (man kennt sich ja selbst), begann ich vorsichtshalber auch gleich das Vordertei, auch deshalb, damit es keine unliebsamen Überraschungen bei der Länge gibt.


Jetzt muß ich die Zeit, die mir zum Stricken bleibt, nutzen, denn sobald die Wohnung wieder einräumbereit ist, werde ich wohl für nichts anderes mehr Zeit haben....

Mittwoch, 18. November 2009

Damit ich aber das Positive nicht aus den Augen verliere,

hier noch ein paar Dinge, die ich erledigt bzw. fertiggestellt habe:

  • eine neue Brille ausgesucht, gleich noch eine passende Lesebrille dazu, 200 Mücken weg, aber ich bin froh, das erledigt zu haben (und vergleichsweise günstig weggekommen zu sein)
  • meine Socken sind fertig, Fäden verwahrt, zwei Tage getragen, jetzt in der Wäsche - Foto folgt, wenn sie trocken sind *gg*
  • den RVO-Pulli fürs Kind habe ich aufgeribbelt, die Ärmel waren zu weit, der Rumpf etwas zu eng, ich hätte es lassen können, mich aber täglich daran geärgert. Also lieber neu von unten stricken, diesmal nach einer Anleitung, für Experimente habe ich momentan keine Nerven. Dafür habe ich das Rückteil schon angeschlagen und bin auch schon auf der Hälfte bis zum Armausschnitt.
  • Termin für die Reparatur meiner Autotür ausgemacht *ganzstolzbin*: mein Sohn knallte mir gestern mal wieder die Beifahrertür mit Schmackes an den Hinterkopf, als ich damit beschäftigt war, die Hintertür wieder in die Angeln zu heben, was ich dann mal als Zeichen des Himmels gewertet habe. Warum ich mir gleichzeitig noch das Fingerglenk des rechten Zeigefingers quetschen mußte, habe ich noch nicht herausgefunden.  
EDIT: wie man mir gerade in der Werkstatt mitteilte, muß ich den Wagen einen ganzen Tag dort lassen. Die Tür (weil Schiebetür) muß komplett ausgebaut und zerlegt werden. Halleluja, das wird teuer...
  • Einen Schnitt für ein gaaaaaaaanz einfaches Shirt mit Rollkragen rausgesucht, den ich die nächsten Tage kopieren will, um endlich mal wieder etwas zu nähen. Meine Mutter wird zwar den Koller bekommen, wenn ich jetzt auch noch meinen ganzen Nähpark anschleppe - hmmm, vielleicht warte ich damit doch lieber noch eine Woche. 

Die Trockner....

erscheinen am Montag mit schwerem Gerät: zwei Löcher werden in den Estrich des Kinderzimmers gebohrt, damit dicke Schläuche zum Absaugen der Feuchtigkeit eingebracht werden können. Auch der Boden der Abstellkammer bekommt so ein Absaug-Loch, denn auch dort ist es - noch immer - naß. Die Wand der Abstellkammer zum Kinderzimmer wird mit einer großen Heizplatte getrocknet, daß es dort schon schimmelt, finden die zwei jungen Männer "normal" *grmpf*. Wenigstens die beiden haben Humor....





In der Küche wird ein Loch in den Versorgungsschacht zwischen Küche und Bad gebohrt, um die nassen Gipswände mit heißer Luft zu trocknen. Eine weitere Heizplatte steht daneben und soll den Prozess beschleunigen.


Sieht doch richtig gemütlich aus, oder?

Im Laufe des Nachmittags und Abends leere ich den Behälter des Trockners drei Mal, jeweils zwischen zwei und fünf Liter Flüssigkeit, ich bin begeistert. Am nächsten Morgen ist der Behälter so voll, daß ich ihn fast nicht aus dem Gerät bekomme.

Dienstags rückt die Leckortungsfirma noch einmal an, um zu prüfen, ob nicht doch ein weiteres Leck vorhanden ist. Nach zwei Stunden ziehen die beiden Herren ab und versichern mit, das zumindest momentan noch kein weiteres Leck in diesem Strang ist (ich habe ja noch einen zweiten Strang, an dem mein Schlafzimmer und das Wohnzimmer hängen...). Inzwischen hellhörig geworden, weiß ich sofort, was mit "momentan noch nicht" gemeint ist: die Leitungen sind vermutlich schon eine ganze Weile in der Feuchtigkeit gelegen, es ist also nur eine Frage der Zeit, wann sie soweit durchgerostet sind, daß es zu einem erneuten Wasserschaden kommt.

 Vielleicht sollte ich einfach eine Bombe werfen *seufz*...

Dienstag, 17. November 2009

Baustelle...

Samstags war der Schreiner da, pünktlich, mit zwei starken Helfern. Leider ist das Laminat nicht mehr zu retten, irgendein Spezialist hat das verlegt und in jede Fuge des Click-Laminats eine fette Kleber-Raupe getrichten. Es ging zwar recht gut auseinander, aber durch die Rückstände in den Fugen kann es nicht mehr sauber verlegt werden*schäumvorWut*. Also doch neues Laminat.

Der Teppich darunter ist, wie zu erwarten, naß. Auch an Stellen, wo er nicht hätte naß sein dürfen.... Auch die Abstellkammer ist naß, allerdings nur am Rand (dafür umso nasser) und die Wand zum Kinderzimmer (die ist sogar schimmlig). Die Wand zu meinem Schlafzimmer dagenen ist trocken - glücklicherweise. Noch eine Baustelle hätte ich nicht mehr ertragen.

Nachmittags kommt der freundliche Installateur, den ich aus seinem freien WE gescheucht habe, um sich den Schaden und die Flecken anzuschauen. Er legt sein Gesicht in höchst bedenkliche Falten, versichert mir aber, ich solle mir keine Sorgen machen (HAHAHA, selten so gelacht), er werde sich gleich Montagmorgen darum kümmern.

Der Rest des Samstags ist wie ein Alptraum, nachts träume ich davon, daß mein Schlafzimmerboden ebenfalls rausgerissen wird.

Sonntagmorgen bekomme ich eine spontane Einladung zum Mittagessen von einer lieben Freundin. Also schnell Kind und Wollwickler eingepackt und in die Pfalz gesaust - so kann ich mich wenigstens fürs Asyl bedanken. Nach etlichen Strängen Lace-Wolle, drei leergetrunkenen Eimern Kaffee, einem supertollen Mittagessen und vielen netten Gesprächen mit sämtlichen Familienmitgliedern, die mich wieder aufgerichtet haben, sind wir nach Hause gesaust, wo ein riesiges Hermes-Paket aus dem Hause Chaosqueen wartete, gefüllt mit lauter herzwärmenden Geschenken: wunderschöne Stoffe von ihrer Mutter, leckere Marmeladen und ein tolles Windlicht, das ich vorsichtshalber mal als Vase deklariert habe, damit es mir meine Mutter nicht aus dem Verkehr zieht *grins*.

Und um die Freude komplett zu machen, hat mich eine sehr, sehr liebe Freundin angerufen, die ich schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen habe und wir konnten ein bißchen reden. Nicht lange genug, denn Kind mußte dringend ins Bett und ich mußte ja noch dringend die Abstellkammer leeren....

Aber ich kann sagen, daß der Sonntag das absolute Highlight der letzten zwei Wochen war, mit Abstand!

Freitag, 13. November 2009

Es zieht sich...

Der Maler erschien um 7:30 Uhr, der Schreiner leider überhaupt nicht. Jetzt ist also die klatschnasse Tapete von der klatschnassen Wand entfernt, aber das Laminat liegt noch immer auf dem nassen Teppichboden. Ob das dann noch weiter zu verwenden ist - ich bin ja mal gespannt. Jedenfalls hat er fest versprochen, am Samstag um 9 Uhr zu erscheinen, damit am Montag die Trockner in Betrieb gehen können.

Immerhin sieht es zumindest in Vorzimmer und Küche nach Fortschritt aus.





Inzwischen sind die Würmlis-Socken fertig. Auf dem Bild sind die Fäden noch nicht vernäht, das habe ich inzwischen erledigt. Leider hat mir mein Sohn heute morgen mitgeteilt, daß er sie nicht anziehen wird, angeblich kratzen sie....

Für das Wochenende habe ich noch nichts geplant, Da ich am Vormittag anwesend sein muß, werde ich mich wohl dem Power-Ausmisting widmen *gg*.

Mittwoch, 11. November 2009

Nachtrag

Es gab auch Erfreuliches. Nicht gerade viel, aber immerhin.

Mein Hausaufgaben-Schal ist fertig. Sogar die Fäden alle vernäht und meine Mutter hat ihn letztes WE schon probegetragen. Erstaunlicherweise ist er sehr warm, trotz der vielen Löcher *grins*-

Meine zweite Socke ist fast fertig. Ich beginne gerade mit der Spitze, komme aber nicht weiter, weil ich gerade nie Zeit habe, die Spitze in einem Rutsch zu stricken. Abends bin ich dazu einfach zu müde.

Die Würmlis-Socken fürs Kind sind ebenfalls fast fertig. Da bin ich beim zweiten Socken kurz vor der Spitze. Da die ja schneller geht als bei meinen Socken, bin ich zuversichtlich, daß ich das heute abend schaffe.

Und einen RVO-Pulli fürs Kind habe ich auch angefangen. Da bin ich fast soweit, die Ärmel stillzulegen und nur noch den Rumpf zu stricken.

und noch kein Ende in Sicht!

Der Dienstag bringt kaum gute Nachrichten. Der Installateur wird zwar zügig fertig mit Verlegen und Isolieren der Rohre, auch die Heizung kann wieder in Betrieb genommen werden. Leider stellt der Herr der Trocknungsfirma fest, daß nicht nur im Vorzimmer und in der Küche der Beton noch naß ist, auch die Verbindungswand zum Bad ist ca. 1 Meter hoch naß (dahinter ist ein Versorgungsschacht) - ebenso wie die Verbindungswand vom Bad zum Schacht. Also soll in den nächsten Tagen ein Loch von der Küche aus in den Schacht gebohrt werden, damit dieser über einen Schlauch getrocknet werden kann.

Als ich dem Herrn erzähle, daß es aus dem Laminat naß riecht, testet er mittels einer Sonde an der Längswand und auf der Fensterseite die Feuchtigkeit im Boden. Seine Messung ergibt, daß der Teppichboden bis in die hinterste Ecke - klar - patschnaß ist. Das heißt also: alles ausräumen, alle Fußbodenbelege aus dem Zimmer entfernen, dann kann er erst mit Trocknen beginnen.

Irgendwie habe ich plötzlich so richtig die Schnautze voll. Mein Humor und meine Leidensfähigkeit sind komplett aufgebraucht.

Als ich abends mit einem lieben Freund das Hochbett meines Sohnes auseinanderschraube (er schraubt, ich halte, gemeinsam tragen wir alles in das letzte verbliebene freie Eck im Keller meines Vaters), stelle ich fest, daß die nächste Wand naß ist: die zur Abstellkammer.

Ein Anruf heute morgen bei der Hausverwaltung ergibt: Abstellkammer leer räumen, damit auch dort getrocknet werden kann. Und ich solle mich schon mal darauf einstellen, daß wohl zwei Wochen Trocknung nicht reichen werden, ich solle eher mit drei Wochen rechnen.

Das Telefonat mit dem Schreiner, der nun das Laminat entfernen soll, aber so, daß man es - sollte es durch die Feuchtigkeit nicht beeinträchtigt sein - weiterverwenden kann, ist genauso erfreulich: er hat zwar morgen Zeit, weiß aber noch nicht genau wann. Ich solle mich bereit halten. Na klasse!

Auch der Maler, der die in Mitleidenschaft gezogenen Tapeten entfernen soll, kann sich nicht auf einen konkreten Termin festlegen, er würde mich anrufen. Getrocknet werden kann aber erst, wenn die Tapete entfernt wurde....

So, morgen habe ich Geburtstag. Ich wollte ja noch nicht mal feiern, aber wenigstens meine Ruhe haben. Wird wohl nicht der Fall sein.

Und am Montag ist mir die hintere Tür meines Autos entgegengefallen, die sollte ich vielleicht auch irgendwann mal reparieren lassen....

Es begann mit einem Tröpfeln, Teil zwei

Samstagvormittag kommt mir ein Freund zu Hilfe: spontan trägt er mit meinem Vater die demontierten Küchenmöbel in den in aller Hast und Eile freigeräumten Kellerraum meines Vaters, mein eigener Keller ist längst voll. Den Rest des Tages verbringe ich damit, Spielsachen in Kartons zu verpacken und in meinem - inzwischen übervollen Schlafzimmer - zwischenzulagern. Abends bin ich dann soweit, daß ich Regal und Hochbett "Christomäßig" mit Malerfolie verhüllen kann. Sonntag kommt noch im Vorzimmer der Garderobenschrank und das Kochbuch-Geschirr-Regal an die Reihe.

In der Küche ist der Fußboden notdürftig abgetrocknet.



Deutlich sieht man das Loch im Knick der Leitung
 

Sohnemann ist total entnervt, weil Mama total entnervt ist. Trotzdem verbringen wir einen netten Vormittag im Verkehrsmuseum, anschließend gehen wir "Pommis" essen, als Entschädigung für Mamas angeschlagenes Nervenkostüm.

Montagmorgen steht tatsächlich nur noch die Waschmaschine und der Garderobenschrank im Vorzimmer, beides schiebt der nette Installateur kurzfristig in meinen Flur, damit er das Laminat entfernen kann.

Dann sieht es ungefähr so aus:


Bei näherer Betrachtung stellt man fest, daß die Feuchtigkeit schon durch den Estrich nach oben gelangt ist.



Das Entfernen des Estriches geht verhältnismäßig fix. Nachdem der Schutt abtransportiert ist, stellt sich heraus, daß die Leitungen tatsächlich nicht gut sind und sich auch im Vorzimmer schon zwei kleine Löcher gebildet haben.





Leider hat jemand versäumt, die Tür zum Bad zu schließen (kann durchaus mein eigenes Versäumnis sein), so daß das ganze Bad von einer Betonstaubschicht überzogen ist. Der Herr von der Trocknungsfirma meldet sich und droht seinen Besuch für den nächsten Vormittag an.

Im Kinderzimmer stellt sich heraus, daß unter dem Teppichboden Laminat verlegt ist. Nachdem das Laminat an der Stelle geöffnet ist, wo auch Estrich entfernt werden soll, entdecke ich, daß es es auf einem uralten Teppichboden verlegt wurde und der ist naß. Dies sei vollkommen normal, meint der nette Installateur, schließlich sei ja auch der Estrich naß. Das würde schon wieder trocknen. Mein Einwand, daß es aber auch weiter vorn, in Richtung Tür, aus dem Laminat naß riecht, wird mit einem nachsichtigen Lächeln quittiert.



Leider schlecht zu sehen: die Leitung direkt vor der Wand ist total verrostet. Die paralell laufende sieht hingegen noch ganz gut aus.

Ich habe tatsächlich Zeit, für einen halben Tag ins Büro zu gehen und das Ausmaß meiner Rückstände in Augenschein zu nehmen. Zum Abbauen komme ich leider nicht, denn Kind hat viele Hausaufgaben und überhaupt gar keine Lust sie zu machen.

Abends kommt der Schreiner, der das Vorzimmer vermißt (fürs neue Laminat) und die Öffnung im Kinderzimmer, damit auch dort der Boden geflickt werden kann. Wir einigen uns darauf, daß wir noch einmal miteinander sprechen, sobald die Trocknung beendet ist, denn ich möchte unter dem Laminat den Teppichboden entfernt haben, weil das die Versicherung aber nicht bezahlt, eben auf eigene Rechnung.

Montag, 9. November 2009

Es begann mit einem Tröpfeln.....

Samstag vor acht Tagen begegnet mir die Nachbarin, welche unter mir wohnt, als ich vom Einkaufen nach Hause komme. Ich solle mal mit in ihre Küche kommen. Dort tröpfelte es am Fenster langsam von der Decke, nicht stark, aber stetig. Wir wollen das beobachten und ich stelle vorsichtshalber am Samstag mal mein Wasser ab.

Sonntagmorgen, noch nicht mal ganz halb sieben, klingelt der Hausmeister bei uns: das Tröpfeln habe sich zum Rinnsal ausgebreitet, nicht nur die Nachbarin unter mir, sondern auch die Nachbarn im Erdgeschoss klagen über Wasser in der Küche. Der Installateur wird gerufen, bis er erscheint, tropft es bereits außen an der Fassade herunter. Mein Wasser ist immer noch abgestellt und wir sind gemeinsam ratlos. Der Installateur bringt schnell Licht ins Dunkel: es ist vermutlich ein Heizungsrohr in meiner Wohnung. Meine Heizungsleitung wird abgeklemmt, dafür darf ich das Wasser wieder anstellen.

Als mittags mein Besuch zum Essen kommt, ist es noch einigermaßen gemütlich warm - nicht zuletzt, weil ich den ganzen Vormittag gekocht habe. Gegen Abend wird es recht frisch in der Wohnung, mein Kind quartiere ich zu meinen Eltern aus, er hustet noch immer stark.

Montags bekomme ich Nachricht von der Hausverwaltung: man könne ja nicht auf Verdacht den Fußboden öffnen, also würde Dienstag eine Firma erscheinen, die sich auf die Ortung von Lecks spezialisiert hat. Mir ist das recht - wer will schon seinen ganzen Fußboden zerstört haben...

In der Wohnung ist es kalt.

Dienstag um acht Uhr morgens erscheint ein Team aus Installateur, Ortungsspezialist und Gehilfe. Es wird geklopft und gestochert, beratschlagt und diskutiert und schließlich nach langem Hin und Her das Loch geortet. Mitten in meiner Küche, unter einem der beiden Eckschränke. Eine kurze Probebohrung unter dem Geschirrspüler bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen: die Küche muß raus, die (niegelnagelneuen) Terrakotta-Fliesen ebenfalls und - ganz klar - der Estrich, um an die Heizungs-rohre zu gelangen. Mir wird schon ganz schwindelig. Da der Schreiner, der die Küche abbauen soll, Mittwoch keine Zeit hat (zum Glück!), habe ich Gelegenheit bis dahin alle Unterschränke auszuräumen, damit sie aus der Küche entfernt werden können. Dazu muß ich auch meinen Eßplatz im Vorzimmer räumen, denn da sollen die Schränke hin.

Mittwoch bin ich einen großen Teil des Tages damit beschäftigt, die Schränke aus- und die Arbeitsplatte abzuräumen, den Eßtisch samt Stühlen in mein Wohnzimmer zu verfrachten und die ausgelagerten Töpfe, Pfannen und Lebensmittel in Schlafzimmer und Wohnzimmer auszulagern. Die Wohnung wird langsam ziemlich ungemütlich, aber noch trage ich es mit Humor. Ich schlafe und dusche zwar noch zuhause, halte mich aber ansonsten entweder im Büro oder bei meinen Eltern auf.

Es riecht jetzt durchdringend nach nassem Beton und es ist kalt.

Am Donnerstag bin ich traurig wegen meiner Küchenfliesen, die ich so ins Herz geschlossen habe, aber auch zuversichtlich, schließlich soll ja die Feuchtigkeit aus der Wohnung. Pünktlich um neun steht der Schreiner vor der Tür - und ist planmäßig kurz vor elf Uhr fertig. Inzwischen ist es im Eßzimmer brechend eng, da die Küchenunterschränke etwas unkonventionell übereinandergestapelt stehen und nur ein schmaler Zugang zur Küche frei ist. Um elf rückt der Installateur an, repariert mir noch schnell den Absperrhahn für die Waschmaschine, der beim Ausbau der Spüle das Zeitliche segnete (die normalerweise auch mit in der Küche steht), damit ich das Kaltwasser wieder anstellen und somit die Toilette benutzen kann. Noch rechne ich damit, daß der Alptraum bald ein Ende hat.

Drei Stunden später sind die Bodenfliesen entfernt und der Estrich herausgebrochen. Gestaubt hat es kaum, der Estrich war so feucht, daß sich fast kein Staub entwickelte. Als der ganze Schutt aus der Küche entfernt ist, offenbart sich, daß die Ringleitung nicht ein, sondern vier Löcher hat. Und daß kein Strang ins Bad führt, dafür aber eine Leitung ins Kinderzimmer, die ebenfalls ziemlich verrostet ist. Und gerade, als ich mich vom Schock erhole und der Tatsache ins Auge blicken kann, daß ein Stück Boden im Kinderzimmer ebenfalls geöffnet werden muß, eröffnet mir der Installateur, daß er jetzt - also nachmittags um 15 Uhr - weitere Arbeiten einstellt, weil die Leitung, die ins Vorzimmer/Eßbereich führt, so rostig ist, daß er daran keine neue Leitung anschließen kann. Nach einer kurzen Konferenz mit der Hausverwaltung vereinbaren wir für den nächsten Morgen einen Termin mit dem Sachverständigen der Versicherung.

Die Fenster in der Küche bleiben gekippt und es wird noch kälter als die letzten Tage.

Der Sachverständige, der am Freitag die Baustelle besichtigt, gibt sein Einverständnis für die Arbeiten am Kinderzimmer und im Vorraum/Essbereich. Da über Nacht die Küche notdürftig getrocknet ist, aber noch nasse Flecken zu sehen sind, soll eine Bautrocknungsfirma das Ausmaß der Feuchtigkeit in Boden und Wänden feststellen und - so notwenig - Profi-Trockner aufstellen.

So langsam wird mir klar, daß die Wohnung nur noch eingeschränkt bewohnbar ist und die Sache sich wohl noch länger hinziehen wird.

Da im gesamten Eingangsbereich das Laminat entfernt werden muß, habe ich den Raum übers Wochenende komplett auszuräumen, ebenso einen Teil des Kinderzimmers, damit dort ebenfalls der Boden geöffnet werden kann.

Meine Eltern warne ich schon mal vor, daß ich am Wochenende bei ihnen einziehen werde.

To be continued....