Mittwoch, 23. September 2009

Kaffeepause

Heute entfällt die Mittagspause wegen Geschäftsbesuch, so gönne ich mir eine kleine Kaffeepause, bevor ich mein Kind aus der Kernzeitbetreuung hole.

Gestern waren wir einkaufen - Kind brauchte Schuhe für Hallensport. Also rein ins nächste Schuhgeschäft: die billigsten Treter für 39,95 EUR - neee, das Kind ist noch im Wachstum, also ab in den nächsten Laden. Dort gab es schon welche ab 16,99 EUR, dann der nächste Schock: Kind hat inzwischen Schuhgröße 33 (er ist gerade mal sechs Jahre und sechs Monate alt...) und ganz spezielle Vorstellungen, wie seine Sportschuhe aussehen sollen.

Da die beiden Paare Winterschuhe vom letzten Winter nicht mehr passen (somit ein Paar neue fällig werden) und er zudem dringend neue Halbschuhe benötigte (die alten sind definitiv zu klein), die wir dann gleich gekauft haben, hat die Rabenmutter sich durchgesetzt und die Sportschuhe gewählt, die noch finanziellen Raum für Halbschuhe ließen. Kind war entrüstet (hat sich aber dann mir den neuen Schuhen angefreundet und fand sie heute morgen schon ziemlich "cool").

Hausaufgaben entwickeln sich zu einer echten Herausforderung. Ja, ich weiß, das ist es in jeder Familie, bei jedem Neu-Schüler aufs Neue. Nein, ich will mich nicht beklagen, ich wundere mich nur, wieviel Kraft es braucht, ruhig und gelassen zu bleiben und nicht auf jeden Erpressungsversuch mit einer Drohung zu reagieren. Oder das Kind kurzerhand über Knie zu legen.... Ich frage mich, wie Mütter das schaffen, die zwei oder mehr Kinder haben?! Ich glaube nicht, daß ich es genau wissen will *seufz*, mir reicht die Herausforderung mit einem Kind.

Heute nachmittag soll es ins Hallenbad gehen. Zusammen mit einem KiGa-Kumpel wollen wir seine Schwimmkenntnisse vertiefen und bei seinem Kumpel welche anlegen. Aus Ausbilder-Zeiten beim DLRG (laaaaange her) hatte ich noch Unterlagen, wie man mit der Wassergewöhnung beginnt. Das wird spannend. Oder so ähnlich. Jedenfalls habe ich beim Packen der Badesachen die Gelegenheit genutzt, mich schnell noch auf die Waage zu stellen, um fluchend festzustellen (Kind hat es nicht gehört!), daß ich tatsächlich zugenommen habe. Nicht nur im Urlaub, sondern auch hinterher. Schande!

Ich würde gern mal wieder etwas nähen oder zumindest fertig nähen, es liegen ja noch ein paar Sachen rum, wie z. B. die Pellworm-Jacke für meine Mutter, für die ich mir - da Stoff zu knapp bemessen - eine Lösung für das Vorderteil einfallen lassen muß. Aber irgendwie sind meine Abende einfach zu kurz für die Masse an Dingen, die erledigt werden müssen.

So, Pause um, Tasse leer, Magen knurrt.

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